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Flamenco und Lateinamerikanische Musik |
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Was sagt die Presse zu Tierra? Lesen Sie selbst ...
... und weitere Artikel im vollem Wortlaut: Tierra interpretiert den Flamenco sanftmütigSpanische Kulturtage im Schloss
Die Einheitlichkeit der komplexen Rhythmen von den Sevillanas, Fandangos und Rumbas in Ton, Ausdruck und Akkorden stellte die schönsten Momente dar. Die Bewegungen und Figur der jungen Tänzerin Lou Salado waren von Anmut geprägt, ein Widerspruch zum eigentlichen Tanzideal im Flamenco: So war die "Königin des Flamenco", Juana Vargas La Macarrona, zur Zeit ihres größten Erfolgs 60 Jahre alt und sehr korpulent. Tierra bot eine Verschmelzung des authentischen Flamenco mit zeitgenössischer Interpretation. Trotz aller Kraft und Stärke in der Musik haftete dem Ganzen etwas Sanftes an. 17. September 2004, Carola Faber, Leine Zeitung Spanische Tänzerinnen trommeln ein fulminantes StaccatoGruppe Tierra lässt im Isernhagenhof die Facetten des Flamenco glitzern Tierra – Erde/Land – nennt sich die fünfköpfige Formation um den hannoverschen Gitarristen Wolfgang Stute, die sich dem Flamenco verschrieben hat. Ein wenig lateinamerikanische Klänge dürfen es auch zwischendurch sein, doch in allererster Linie geht es bei den fünf Musikern spanisch zur Sache – davon konnten sich auch die rund 120 Gäste im Isernhagenhof überzeugen. Der Musikmix, den das Quintett mit nach Isernhagen gebracht hatte, stimmte. Leicht und beschwingt eröffneten zuerst die drei Herren mit einem lateinamerikanischen Instrumental-Stück, bevor sich die beiden Damen dazu gesellten und die unterschiedlichen Spielarten des Flamenco ausbreiteten, mit kräftiger, Stimme gesungen von Elva la Guardia, und von ihr sowie von Carmen Salado ausdrucksstark getanzt.
Wolfgang Stute hat klassische Gitarre studiert. Der Flamenco gehörte allerdings nicht zum Studienfach. In diese Richtung habe er sich erst später weiter entwickelt, erzählt er. Dabei ist es vor allem die Musik, die ihn fasziniert. Das Land Spanien habe er eher selten besucht. Ganz anders Thomas Hickstein. Er hat den Flamenco in dessen Ursprungsland studiert und ist nach Stutes Einschätzung "der beste deutsche Flamenco-Gitarrist" Man ist geneigt, Stute zu glauben. Beim Konzert im Isernhagenhof griff Hickstein mal gefühl-, mal kraftvoll in die Saiten, ließ vielseitige musikalische Facetten glitzern, und blieb bei alledem locker und entspannt. Stute ließ ihm den gitarristischen Vortritt, beschränkte sich darauf, bei einigen Stücken die Sologitarre zu übernehmen, und lieferte sonst vor allem als Percussionist die rhythmische Begleitung. Dritter Mann auf der Bühne war Omar Rodriguez Calvo, der unter die meisten Stücke seinen angenehm zurückhaltenden, wundervoll rhythmisch rollenden Bass legte. Im Blickpunkt standen allerdings die beiden Frauen der Formation. Elva la Guardia brillierte als stimmgewaltige, ausdrucksstarke Sängerin und konnte sich auch als elegante Tänzerin in Szene setzen. Hier stand ihr allerdings Carmen Salado in nichts nach, die ebenso grazil wie kraftvoll ein fulminantes Staccato an Flamenco-Schritten auf die Bühne des Isernhagenhofes trommelte. 23. April 2004, sts, Hannoversche Allgemeine Zeitung Tierra und Marea lassen die Fans tobenEin Winternachtstraum. Wolfgang Stute, Musikalischer Leiter von Heinz Rudolf Kunzes Sommernachtstraum, legte im Pavillon gleich doppelt los: Mit Tierra, seiner alten Band, gabs wilden Flamenco, mit seiner neuen Formation Marea führte er die Fans in die Gefilde von Jazz, Pop und irischer Musik. Tierra zum Auftakt – erwartungsgemäß begeisterte Gitarrist Thomas Hickstein, Frontfrau Elva la Guardia zog die Zuhörer in ihren Bann. Begeisterung und für Marea. Hajo Hoffmanns Jazzgeige macht die greisen Dylan-Oldies "Blowin' in the Wind" oder "Knockin' on heaven's door" wieder jung. Kongenial die kraftvolle Stimme der Irin Manda Vicent. Nur Minuten, dann hatte sie sich so heiß gelaufen, dass das Publikum tobte. Höhepunkt der gemeinsame Auftritt von Vincent und la Guardia. Auf die noch dieses Jahr erscheinende Marea-CD darf man gespannt sein. 2. März 2004, Maike Jacobs, Neue Presse Virtuoses Spiel holt den Flamenco nach DeutschlandEnsemble Tierra beeindruckt das Publikum mit brillant-präziser Darbeitung
Beim "Abend im Kloster" gab Thomas Hickstein zusammen mit seinen langjährigen musikalischen Kollegen Elva Guardia (Gesang, Tanz) und Wolfgang Stute (Percussion) als Ensemble mit dem wohlklingenden Namen Tierra eine Kostprobe des pulsierenden, leidenschaftlichen Spiels. Stürmische bis fröhlich- träumerische Stimmungen spiegelte bereits das erste Stück, eine Eigenkomposition von Hickstein, wider. Der Titel – übersetzt "Ebbe und Flut" – fand sich in dem melodischen und temperamentvollen Spiel eindrucksvoll wieder. Mit ihrem präzisen Tanz und Gesang machte die Deutsch-Spanierin Elva Guardia das brillante Spiel der drei Musiker perfekt. Ihre Lieder über unerfüllte Lieben und ihr von galizischen und orientalischen Einflüssen geprägter Flamenco ernteten Faszination und Begeisterung beim Publikum. Kein Wunder. Die Musik von Tierra ist wie andalusische Luft einatmen oder ein ganz besonderes Lebensgefühl nachempfinden. Spanien macht Lust auf mehrBeim ersten Lied bleiben die Herren unter sich. Die drei Musiker der Gruppe Tierra spielen ein Instrumentalstück. Die Klänge zweier Gitarren mischen sich mit Bassläufen, und irgendwie ist der Hemminger bauhof mit einem Mal ganz weit fort, und Andalusien ist da. Dann kommt Elva La Guardia, Sängerin und Tänzerin von Tierra. Ihre Stimme ist einfach schön, klar und weich. Ihre Bewegungen sind anmutig und stolz. So muss Flamenco sein.
Wenn Elva La Guardia tanzt, spielt sie Musik mit ihren Füßen. Die harten, kurzen gestampften Klänge des Tanzes mischen sich mit denen der Gitarre und dem sechssaitigen Bass des Chilenen Nelson Arriagada. Hier entsteht etwas Einmaliges, was den Zuhörer gleichermaßen verzaubert wie berauscht. Hinter Tierra stehen allerdings auch zwei Deutsche. Die beiden Gitarristen Thomas Hickstein und Wolfgang Stute, der auch die Percussion übernommen hat, haben der Gruppe ihren Stempel aufgedrückt. "Dass zwei Deutsche so spielen können", sagt ein anwesender Spanier und wundert sich. "Man schließt die Augen und ist in Spanien". Doch auch wer die Augen geöffnet hatte, konnte sich an diesem Abend durchaus in südlichen Gefilden wähnen. Die Mitglieder des Kulturvereins bauhof hatten den Saal spanisch dekoriert und boten Tapas – kleine Appetithappen – an. Neben Oliven, Muscheln, eingelegten Sardinen und Paprika gab es spanischen Wein und Sekt. Die kulinarische Idee hatte Erfolg. Das Büfett, organisiert von Rosi Sprengart und Isabel Schiebert war meist dicht umlagert. Der Abend selbst war schon vorher komplett ausgebucht. "Wir hätten doppelt soviele Karten verkaufen können," sagt Klaus Grupe, Vorsitzender des Kulturvereins. Grupe bedauert, dass auch einige Stammgäste leer ausgehen mussten. Jetzt überlegen die Vereinsmitglieder, den Abend zu wiederholen oder in einer ähnlichen Version anzubieten. 5. August 2002, im, Hannoversche Allgemeine Zeitung Spanien ist in Hannover
kt Olé GOP! Rassig und rasantOlé! Spanischer März im GOP – das ist wie einmal Urlaub und zurück. Ein tolles neues Programm mit gut gewähltem Hauptthema. Denn die Spanier lieben es reizend, rassig und rasant. Fürs Publikum bedeutet das: eine gelungene Mischung aus Entspannung, Ruhe, aber auch Action. Besonders Musikfans kommen auf ihre Kosten. Ein Stück Spanien in Hannover? Da fällt Flamencofreunden sofort die Gruppe Tierra ein. Zum ersten Mal hat GOP-Direktor Werner Buss die hannoverschen Musiker gebucht – gute Wahl. Perfekt gibt Tierra den musikalischen Rahmen fürs März-Programm: Wolfgang Stute, Thomas Hickstein und Elva La Guardia zeigen Musik und Tanz mit einer Hingabe, die Lust auf mehr macht. Am 10. März, 20 Uhr, geben sie mit drei weiteren Bandmitgliedern ein Sonderkonzert im GOP. [...] Da kann man nur sagen: Olé, GOP. Maike Jacobs, Hannoversche Allgemein Zeitung Bebender RhythmusTierra begeisterte in der Sumpfblume
Flamenco auch zum Bossa Nova Doch es ist das Zusammenspiel aller Vier, die diesen Abend in der Sumpfblume zu einem besonderen Erlebnis machte. Sehr schön: das arabisch-andalusische Stück, oder ein traditioneller Song, der als Swing gesungen wurde. Besonders gelungen: der "Straßentango" aus Sevilla. Ein Lied, dass die Gespräche der "Mamas" auf den Straßen Sevillas wiedergibt. Und auch zu einem Bossa Nova lässt sich wunderbar ein Flamenco tanzen. Davon durfte sich das hingerissene Publikum überzeugen. Mit ihrer Zugabe untermauerte Tierra ihre beeindruckende Virtuosität, gaben sie den Rhythmus des Stückes doch nicht mit Instru- menten vor, sondern klatschten ihn. Klasse! 9. September 2002, Edith Handelsmann, DEWEZET Blaurocke voller "Feuereifer" heizten ihren Zuschauern einFeuerwerk der Komik und temperamentvoller Flamenco auf dem Häfnerplatz Urberach. Wieder einmal erwies sich der Häfnerplatz als idealer Veranstaltungsort für Vorstellungen des Alternativen Zentrums Rödermark (AZ). Das Glück mit dem Wetter erwies sich außerdem als Publikumsmagnet für die Open-Air-Veranstaltung, denn die Bänke waren bis auf den letzten Platz besetzt. Eine solche Resonanz wünschte sich AZ-Chef Lothar Rickert auch für die anderen Darbietungen, die das AZ in der Kleinkunstbühne oder im KSV-Heim auf die Beine stellt - und die Hoffnung auf die Kulturscheune bleibt. So bildete sie als Statist einmal mehr lediglich die Kulisse für Kabarett und Tanz.
[...] Nicht weniger feurig war nach einer kurzen, aber durchaus notwendigen Umbau- und Aufräumpause der Auftritt der Flamencogruppe Tierra. Mit Zaungästen auf den Balkonen der angrenzenden Wohnhäuser, der überwucherten Kulturscheune im Hintergrund und gefüllten Weingläsern brachten Wolfgang Stute (Gitarre, Percussion), Thomas Hickstein (Gitarre), Nelson Arriagada (Bass, Percussion) und Sängerin Elva Guardia mediterranen Flair in die Mitte von Urberach. Das Ambiente des Häfnerplatzes und die Vorstellungen der Künstler fanden den begeisterten Beifall der Zuschauer, die sich an einem solch lauen Sommerabend ein unterhaltsames Kulturerlebnis nicht entgehen lassen wollten. Bei vielen wurden auch Überlegungen laut, dass der Platz viel zu selten für derartige Veranstaltungen genutzt werde. Doch bei ihnen und auch bei AZ-Chef Rickert bleibt die Hoffnung bestehen, dass sich dies mit Inbetriebnahme der Kulturscheune bald ändern werde. Die zündenden Gags der "Scharlatane" erinnerten an die legendären Marx Brothers. Foto:Schulze 26. August 2002, ze, Offenbach Post Flamenco aus LeidenschaftEin Abend mit Tierra im Kloster Barsinghausen stimmt auf südliche Gefilde Der Zeitpunkt des Auftritts der Gruppe Tierra hätte nicht passender gewählt sein können. Kurz vor der Sommerpause der Reihe "Ein Abend im Kloster" stimmte das Ensemble seine Zuhörer auf die Ferien in südlichen Gefilden und schwüle Abende an der südspanischen Küste ein. Den hannoverschen Musikern Wolfgang Stute und Thomas Hickstein sowie der Sängerin und Tänzerin Elvira Guardia ist das nicht schwer gefallen. Ihre Musik ist eine konsequente Mischung aus lateinamerikanischer und traditionell andalusischer Musik.
Und auch die Schwüle im Raum passte zu dem Dargebotenen. Das Programm von Tierra hat allerdings nichts mit den typischen Aufführungen in spanischen Urlauberhotels zu tun. Bei Tierra sind seit 22 Jahren Profis am Werk. Zwar fließt inzwischen nur noch bei der Sängerin und Tänzerin Elvira Guardia spanisches Blut in den Adern. Hickstein und Stute haben sich jedoch in Spanien in die Kunst des Flamencos vertieft. In Hannover hat das Ensemble weiter an seiner Perfektion gearbeitet. Das Zusammenspiel ist hervorragend. Es scheint sich gegenseitig anzufeuern und mit seinen musikalischen Einfällen überbieten zu wollen. Elvira Guardia steht dem in nichts nach. Mit ihrem Gesang, dem Stampfen des Taktes mit den Füßen und dem Schlagen mit den Kastagnetten setzte sie Akzente. In einer der Zugaben stellten die Herren ihre Tänzerin in den Mittelpunkt, in dem sie sich nur auf das "Instrument" Palmas (Klatschrhythmus) beschränkten. Wie gut Tierra wirklich ist, können die Zuhörer bei einem Urlaub im Süden Spaniens ermessen. 25. Mai. 2002, Treeske Hönemann, Calenburger Zeitung Flamenco: Spanisches Feuerwerk der LeidenschaftDreiköpfige Formation Tierra gestaltet "Ein Abend im Kloster" mit freudigen, aber auch tragischen "Liebesgeschichten" Barsinghausen. Andalusien – die südlichste Region Spaniens mit der Hauptstadt Sevilla und Mutterland jener spanischen Bräuche, die im Ausland wohl am bekanntesten sind: Hier kann man die Magie des Flamencos in ihrer authentischsten Form erleben. Als ureigener Schatz der andalusischen Folklore – im 15. Jahrhundert von Zigeunern als besondere Form der "Kunst" erstmals in Spanien öffentlich zur Schau gestellt – ist der Flamenco Lebensausdruck der Bevölkerung.
Zweisprachig aufgewachsen als Tochter einer Deutschen und eines Spaniers hat Elva Guardia im wahrsten Sinne des Wortes "spanisches Blut" in sich. Als ausgebildete Sängerin setzt sie die Tradition des strengen "cante jondo" (des tiefen Gesangs) fort. Themen des Gesangs sind dabei zumeist Klagen über die Qualen des Lebens, Einsamkeit und Liebesleid. Der sich im Schrei dramatisch öffnende Gesang kündet von jahrhundertelanger Unterdrückung. Einzigartig ist auch die tänzerische Ausdrucksform des Flamencos: Die aufrechte Haltung, die rhythmisch stampfenden Füße, die gespreizten Arme und die Arabesken malenden Hände und Finger – die Würde, Dramatik und Leidenschaft des Flamenco – untermalt durch den unverwechselbaren Klang der Kastagnetten - sind in jeder Bewegung von Elva Guardia deutlich abzulesen.
Die vielen verschiedenen Rhythmen, die den Flamenco prägen, gehen buchstäblich unter die Haut. "Der so genannte Zwölf-Achtel-Takt ist der ungewöhnlichste – aber unsere Lieblingsform", erläuterte Elva Guardia. Um diese Basis ranken sich dann die Kompositionen. Sowohl Elva Guardia als auch Thomas Hickstein greifen dabei selbst schon mal zu Stift und Notenpapier, um ihre Ideen in Eigenkompositionen fest zu halten. Thomas Hickstein, von Haus aus eigentlich Pianist, verbracht sogar zwei Jahre in Spanien, um vor Ort – quasi hautnah – die andalusische Flamenco-Tradition, die er in seinem Gitarrenspiel umsetzt, zu studieren. Deutlich zu hören sind die Wurzeln des Flamencos, die bis in den Orient des 9. Jahrhunderts zurückreichen. Beschäftigt man sich mit den Urformen des Flamencos sind ebenso Spuren galizischer Volksmusik und Einflüsse Lateinamerikas – des "Kontinents der Musik" – zu entdecken. 24. Juni 2002, Jennifer Böhme, Deister-Leine-Zeitung Si, Senor. Olé!Flamenco und spanische Musik mit Tierra im Isernhagenhof In der Konzertreihe Spanische Nächte war Tierra mit klassischem und modernem Flamenco gefordert, eine kühle norddeutsche Sommernacht im Isernhagenhof mit spanischem Feuer zu erwärmen. Den hannoverschen Musikern von Tierra um Jorge la Guardia und Wolfgang Stute fiel das nicht schwer. Ihre Musik ist, wie la Guardia, der Vater der Gruppe, sagte, eine knallharte, konsequente Mischung aus lateinamerikanischer und traditionell andalusischer Musik. Der Bühnenaufbau verdeutlichte die musikalische Struktur. Auf der linken Bühnenseite erzeugten Stute mit Akustik Gitarre und verschiedenen Perkussionsinstrumenten und Kurt Klose (Keyboard) mit Matthias Fürstenberg (E-Bass) die lateinamerikanischen Färbung der Musik. Von der Mitte schlugen die junge Sängerin Carmen Fernandez und die Flamenco-Tänzerin Carmen Salado die Brücke zu dem 64-jährigen Spanier. Dieser setzte mit seiner trockenen, markanten Stimme und virtuosem Gitarrenspiel die folkioristisehen Akzente. Instrumentaltitel wechselten mit temperamentvollem Flamenco und alten mexikanischen, spanischen und lateinamerikanischen Liedern.
Dennoch hat das Programm von Tierra nur wenig mit den landestypisehen Aufführungen spanischer Urlaubshotels zu tun. Die Mischung macht auch hier den Unterschied. Klose und Fürstenberg, von der Salsa und Latin-Soul Gruppe Havana, würzten gekonnt mit groovig jazzigen und südamerikanisch gefärbten Klängen und Rhythmen die traditionellen Tänze Carmen Salados und die von Carmen Fernandez eindringlich vorgetragenen Lieder und Balladen. Dabei entstanden aber auch in den improvisatorischen Elementen einige Längen, und in der Ankündigung des Spaniers zur Pause klang die Befürchtung durch, das Publikum überfordert zu haben. Diese erfüllte sich aber nicht. er Saal war wieder voll. Die zweite Hälfte des Programms präsentierten die sechs Akteure deutlich straffer. La Guardia verzichtete auf eine Moderation und überließ es weitgehend dem Publikum, das Bühnengeschehen auf sich wirken zu lassen. Als der schwarz-behütete Spanier sagte "Wer diese Musik erklären will, stört das Erleben", ertönte spontan aus dem Publikum: "Si, Senior." Das Konzert litt em wenig unter den ungünstigen Sichtbedingungen. Bei den Flamencotänzen Salados stellten sich viele Zuschauer an die Seiten, um die temperamentvolle Tänzerin besser sehen zu können. Viele Zuhörer hatten sich, zum Unmut etlicher Mithörer, vor dem Konzert die besten Zuschauerplätze durch Belegung der Stühle mit Regenschirmen und Pullovern in den vorderen Reihen gesichert. In den Pausengesprächen war allerdings oft zu hören, dass nummerierte Eintrittskarten Abhilfe schaffen könnten. Andere meinten, wenn das zum Ambiente gehören solle, dann käme die bewährte Praxis mit den Pool-Badetüchern sicher charmanter an. Trotzdem spendierte das Publikum lebhaften Beifall. Zurecht, denn Tierras Mischung der verschiedenen Musikstile und das individuelle Können der Interpreten gibt reichlich Substanz für einen unterhaltsamen Abend. Und das war es wirklich. Olé! 16. August 2001, bf, Nord Hannover Zeitung Über Verletzungen triumphiert die EnergieERZÄHLTHEATERTAGE: Temperamentvolles von Tierra Weil am Rhein. Beim Lauschen der spanischen und lateinamerikanischen Lieder wird klar, warum im Wort Leidenschaft leiden enthalten ist. Denn Tierra singen tragische Liebesgeschichten, und das tun sie voller Temperament. Die Gruppe aus Hannover brachte für die Erzähltheatertage Riehen/Weil einen musikalischen Beitrag in Kessler's Kultur-Café. Tierra treten in wechselnder Besetzung auf. Am Sonntag war die Gruppe zu gleichen Teilen deutsch und spanisch besetzt. Kurt Klose am Keyboard, der Bassist Mathias Fürstenberg und Wolfgang Stute als Percussionist kommen aus Hannover, der Gitarrist Miguel Casas sowie die Sängerin Carmen Fernandez, ursprünglich aus einer Zigeunerfamilie, und die Tänzerin, die zweite Carmen in der Gruppe, stammen aus Spanien.
Rhythmen wie der Cha Cha Chi und der Meringue sind auf Cuba entstanden, so Stute, In Südamerika die Rhythmen Samba und Bossa Nova. Ein Instrumentalstück besteht aus Samba, Salsa und Jazz und stellt so die afrikanisch-europäische Mischform von Lateinamerika und den Inseln der Karibik dar. Das Klavierspiel wirkt ungewohnt, es bereichert die Lieder und macht ihren Klang voller. Die Gruppe zeigte ein lebendiges Miteinander. Der Bassist wiegt sich im Rhythmus mit, herausfordernd feuert die Zigeunerin den Percussionspieler an. Ihre Zwischenrufe feuern auch die junge Carmen heim Tanzen an. Tanz und Musik sprechen für sich. Das schnelle Klatschen im sprunghaften Rhythmus, oder die auf den Boden trommelnden Füße der Tänzerin, ihre stolze Haltung bei gesenktem Kopf, ihre strahlende Miene, die blitzenden Augen, die laut klagende Stimme sowie die vor Wehmut geschlossener Augen erzählen von starken Gefühlen. Von Verletzungen und immer wieder von triumphierender Lebensenergie. 25. Oktober 2000, Nina Lösung, BZ Voller Sehnsucht und LeidenschaftFlamenco und lateinamerikanische Lieder mit Tierra in der Lagerhalle Wenn Rhythmus und Leidenschaft sich vereinen, entsteht Flamenco (und lateinamerikanische Lieder) so wie Tierra es spielen. Schnell und immer schneller schüttelte die 18 jährige Tänzerin Carmen Sacada die komplizierten Rhythmen aus den Gelenken, die Arme tanzen derweil von Anmut und Stolz. Was Carmens Füße schlagen, wird begleitet von den kunstfertigen Griffen Miguel Casas an der Gitarre und der Stimme des Abends: Carmen Fernandez. Selbst ein Schrei ist hier noch Gesang, und es wird einem bei Carmen Fernandez' Stimme mal heiß und mal kalt. Dieses intime Dreigestirn bildet einen Höhepunkt des Abends, denn während in Deutschland der Herbst beginnt, ließen Tierra am Sonnabend in der Lagerhalle die heiße Sommersonne Andalusiens glühen.
Vollendet wird dieses musikalisch-tänzerische Feuerwerk durch ungewöhnlichen Bläserarrangements für Blech und Holz (Trompete: Christoph van Hal, Posaune: Nico van der Werff; Saxophon und Flöte: Heiko Biermann, Oboe: Thomas Grosse). Die Improvisatonsfreude paart sich hier auf glückliche Weise mit Experimentierfreude, daraus entstanden melodietragende Passagen für Oboe und englisches Horn. Eine für lateinamerikanische Musik ungewöhnliche aber erstaunlich mitreißende Kombination. Was für ein Vergnügen. 28. September 1999, brl, Neue Osnabrücker Zeitung |
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