17. Oktober 2011, Rheinische Post, Von “Mareas” Musik einnehmen lassen

Von "Mareas" Musik einnehmen lassen

Wassenberg: Warme Flamencoklänge schallen an dem kühlen Herbstabend durch die Wassenberger Kreuzkirche. Wolfgang' Stute und Hajo Hoffmann sind alte Bekannte: 2010 standen sie hier gemeinsam mit Heinz Rudolf Kunze auf der Bühne. Nun sind die Musiker aus Hannover mit ihrem eigenen Ensemble zurückgekehrt, um in Wassenberg ein Benefizkonzert für den Hospizdienst Regenbogen zu geben.

Pfarrer Titus Reinmuth freut sich über die Unterstützung der beiden Sponsoren: Während die Burg Wassenberg für Übernachtung und Verpflegung der Musiker sorgt, übernimmt das Kreiswasserwerk den Rest der anfallenden Kosten. „So können die Einnahmen des Abends hundertprozentig dem Hospizdienst zugutekommen", sagt Reinmuth erfreut. Umso bedauerlicher. sei es jedoch, dass am Konzertabend verhältnismäßig wenige Besucher gekommen sind. Doch das ist, zumindest was den Applaus betrifft, beim Publikum nicht anzumerken. Unter lautem Beifall begrüßen die Zuhörer „Marea", so der Name des Ensembles. Die gute Stimmung wird während des Auftritts noch gesteigert. Mit ihrem . Programm, einer Mischung aus Jazz, Pop und lateinamerikanischer Musik, bietet „Marea" den Besuchern hauptsächlich Eigenkompositionen von Wolfgang Stute, die durch Elemente aus dem Flamenco, aber auch der Klassik und der lateinamerikanischen Musik bestechen. Inspirieren lässt er sich von Filmen, wie beim Titel „Klang des Herzens", aber auch von eigenen Erfahrungen. So entstand nach einem Wanderausflug das Stück „Etappen".
Ebenso vielseitig wie ihre Musik ist auch das Instrumentenrepertoire der Künstler. Wolfgang Stute hat gleich fünf Gitarren mitgebracht. „Nicht um zu zeigen, dass ich so viele habe", erklärt er lachend. Vielmehr stehe jede Gitarre für eine andere Stimmung. Während Hajo Hoffmann je nach Liedart zwischen Mandoline und Violine wählt, wechselte Johannes Doll inmitten des Stückes „Hide and Seek" zwischen Xylophon und Schlagzeug. · Pfarrer Titus Reinmuth stellt letztlich zu „Mareas" Musik fest: „Sie ist schwer zu beschreiben, man muss sich von ihr einnehmen lassen."

(Artikel von von Natalie Urbig)

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